Die Geschichte des Karnevals
Bereits vor 5000 Jahren wurde in Mesopotamien ein Fest gefeiert, das dem Karneval heute sehr ähnlich ist. Unter dem Priesterkönig Gudea wurde jedes Jahr nach Neujahr sieben Tage lang zu Ehren der Hochzeit eines Gottes gefeiert.
"Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet.“
So die Inschriften aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Zum ersten Mal wird hier das Gleichheitsprinzip bei großen Festen praktiziert, was bis heute ein typisches Merkmal des Karnevals ist. Wie auch schon im Zweistromland ist die Ehrung eines Gottes oder einer Göttin stets Anlass zum Feiern gewesen. Andere Kulturen im Mittelmeerraum feierten diese oft im Zusammenhang mit dem Frühlingsanfang. Herren und Sklaven tauschten oft die Rollen, saßen zusammen bei Tisch und überschütteten sich gegenseitig mit Rosenblättern. Daher heute das Konfetti zu Fasching.
Die Geschichte des Karnevals ist jedoch nicht nur auf das Geschehen in Mesopotamien zurückzuführen. Man geht davon aus, dass auch die katholische Kirche einen Vorläufer des Karnevals gefeiert hat. Ab dem 12. Jahrhundert etwa, feierte man im mittelalterlichen Europa so genannte Narrenfeste, die dem Karneval von heute recht ähnlich sind. Dabei wurde kirchliche Rituale in Form von Parodien dargestellt. Kleriker übernahmen für kurze Zeit den Rang des Priesters.